Institut für Mikroproduktionstechnik Institut Aktuelle Meldungen News
"scale" kommt: Am PZH wird ab 2019 ein Forschungszentrum für skalierbare Produktionssysteme entstehen (Presseinfo 30. April 2018)

"scale" kommt: Am PZH wird ab 2019 ein Forschungszentrum für skalierbare Produktionssysteme entstehen (Presseinfo 30. April 2018)

Visualisierungen einer Innen- und Außenansicht. Quelle: HENN

Ab dem kommenden Jahr wird auf dem Gelände der Leibniz Universität in Garbsen der Forschungsneubau "scale" entstehen. Der Wissenschaftsrat hat die Förderung des Neubaus am Freitag, den 27. April 2018, empfohlen. Damit ist das Vorhaben - vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz am 29. Juni 2018 - in das Förderprogramm aufgenommen.

So ist der Weg frei für das Gebäude, in dem an effizienteren und nachhaltigeren Fertigungsmethoden für Großbauteile geforscht werden soll, wie sie zum Beispiel bei Windkraftanlagen zum Einsatz kommen. "scale" steht für "Skalierbare Produktionssysteme der Zukunft": Im Fokus steht die Erforschung einer skalenunabhängigen Produktionstechnik mit Schwerpunkt auf der Entwicklung allgemein anwendbarer, effizienter und nachhaltiger Fertigungsmethoden. Für das Land Niedersachsen ist "scale" in der Förderphase 2019 der einzige bewilligte Forschungsbau. Der Bau und die Einrichtung der Großgeräte werden insgesamt etwa 44,613 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant, Baubeginn wird bereits im Jahr 2019 sein. Bund und Land teilen sich die Finanzierung in dem Forschungsbautenprogramm je zur Hälfte.

"Ich freue mich sehr, dass der Standort der Leibniz Universität Hannover in Garbsen durch diesen weiteren Forschungsbau erweitert und deutlich gestärkt werden kann", sagt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Universität. "Der geplante Forschungsbau stützt und befördert die Spitzenforschung an unserer Universität. Er ist an der Fakultät für Maschinenbau angegliedert, aber die Assoziierung von Mitgliedern der Fakultäten für Bauingenieurwesen und Geodäsie, Wirtschaftswissenschaften und Elektrotechnik und Informatik in die Forschungsprogrammatik des ,scale' fördert den interdisziplinären Austausch innerhalb der Universität. So werden weitere gesamtuniversitäre Synergien geschaffen und die Wissenschaftsachse unseres Campus' mit weiterem Leben gefüllt."

Das neue Forschungsgebäude wird in Garbsen direkt neben dem Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität entstehen (östlich zwischen PZH und Bremer Straße). In unmittelbarer Nähe wird im Moment der zweite Abschnitt des Campus Maschinenbau der Leibniz Universität am Standort Garbsen gebaut. Insgesamt sind dort dann alle Institute des Maschinenbaus auf einem gemeinsamen, neun Hektar großen Areal angesiedelt - ein idealer Standort für "scale".

Im Forschungsbau werden die universitären Kompetenzen auf dem Gebiet der skalierbaren Produktion im Maschinenbau, in der Informationstechnologie und Produktionswirtschaft gebündelt. Mithilfe eines modularen Fertigungsansatzes sollen bestehende Grenzen der Skalierung in der Produktionstechnik überwunden werden. Für spätere Anwender soll eine Effektivitätssteigerung bei gleichzeitig verringerten Investitionsausgaben erreicht werden. Geforscht wird zudem an einem geschlossenen (Wert-)Stoffkreislauf, der ein ganzheitliches Materialrecycling fördern soll.

Eine zentrale Halle mit einer Höhe von zehn Metern sowie die Laborflächen des Baus ermöglichen eine Bearbeitung großformatiger Bauteile. Geplant ist die Anschaffung von elf Großgeräten wie einer mobilen Servopresse, Montageplattformen, Indoor Laser GPS oder einem mehrachsigen dynamischen Belastungsprüfstand. Rund 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ins "scale" einziehen.
Hinweis an die Redaktion:

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonmuenchhausen@zuv.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Referats für Kommunikation und Marketing der LUH