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Glaslötofen

Das Glaslöten beruht auf einem Aufschmelzprozess einer dünnen Glasschicht. Diese kann durch diverse Beschichtungsverfahren auf verschiedene Bauteile aufgebracht werden und der Lötvorgang selbst findet unter Schutzgas (zumeist Stickstoff) bei 735 °C statt. Je nach Zusammensetzung und Schmelzpunkt des Glaslotes können auch andere Temperaturbereiche im Ofen genutzt werden. Eine Maximaltemperatur von 900 °C kann in kurzer Zeit erreicht und durch eine Spannvorrichtung die zu fügenden Bauteile vorgespannt werden. Am IMPT können Löt- und Temperierprozesse mit diesem Glaslötofen unter Normalatmosphäre oder Stickstoff durchgeführt werden. Die Bauteilgröße ist durch die Ofenkammer auf 40 mm x 40 mm x 10 mm begrenzt.

Ansprechpartner: Folke Dencker

Bild Glaslötofen

Für Hartlöten bei Temperaturen von 800 - 1000 °C wird ein spezieller Lötofen (engl. Glass Fusing Furnace) benutzt. Am IMPT steht ein Ofen der Fa. Lindberg zur Verfügung, der aus einem langen Glasrohr besteht das mit einem Spiral-Heißkörper umgebend und mit Keramikmantel isoliert ist. Im Glasrohr wird Stickstoff zugefügt um eine passive Atmosphäre während des Brennprozesses zu gewährleisten. Das Einschleusen oder Ausladen der Bauteile erfolgt mit Hilfe spezieller Spindelvorrichtung mit einstellbaren Spanfedern. Die Steuerung erlaubt die Temperatureinstellung bis auf 1000 °C (Nennwert). Dieser Ofen kann zum Einbrennen von Glasmalereien oder bei höheren Temperaturen zum Glasverschmelzen eingesetzt werden. Die Steuerung der Anlage ermöglicht die Programmierung komplexer Temperaturprofile. Somit sind bis zu 4 einzelne Segmente programmierbar. Jedes Segment besteht aus Auflaufzeit (Ramp) und Haltezeit (Soak).

Sonstige Öfen

Für niedrigere Temperaturen steht ein anderer Ofen der Fa. Heraeus vom Typ LUT5050E zur Verfügung. Dieser Ofen wird für die einfachen Temperaturprofile bis 250 °C eingesetzt. Der Ofen hat eine große Kammer (400x400x400 [mm3]), wo die Proben auf drei Metallregalen gelagert und thermisch behandelt werden.

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