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Glaslötofen

Das Glaslöten beruht auf einem Aufschmelzprozess einer dünnen Glasschicht. Diese kann durch diverse Beschichtungsverfahren auf verschiedene Bauteile aufgebracht werden und unter Schutzgas (zumeist Stickstoff) bei 735°C findet der Lötvorgang statt. Je nach Zusammensetzung und Schmelzpunkt des Glaslotes können auch andere Temperaturbereiche im Ofen genutzt werden. Eine Maximaltemperatur von 900°C kann in kurzer Zeit erreicht werden und durch eine Spannvorrichtung können die zu fügenden Bauteile vorgespannt werden. Am IMPT können Löt- und Temperierprozesse mit diesem Glaslötofen unter Normalatmosphäre oder Stickstoff durchgeführt werden. Die Bauteilgröße ist durch die Ofenkammer auf 40mmx40mmx10mm begrenzt.

Ansprechpartner: Esmail Asadi
Manuel Stompe

Bild Glaslötofen

Für Hartlöten auf Temperaturen von 800-1.000°C wird ein spezieller Lötofen (engl. Glass Fusing Furnace) benutzt. Am IMPT steht ein Ofen der Fa. Lindberg zur Verfügung. Der Ofen besteht aus einem langen Glasrohr umgebend mit Spiral-Heißkörper und isoliert mit Keramikmantel. Im Glasrohr wird Stickstoff zugefügt um eine passive Atmosphäre während des Brennprozesses zu gewährleisten. Die Einschleusen oder ausladen der Bauteil erfolgt mit Hilfe spezielle Spindelvorrichtung mit einstellbaren Spanfeder. Die Steuerung erlaubt die Temperatureinstellung bis auf 1.000°C (Nennwert). Dieser Ofen kann zum Einbrennen von Glasmalereien oder bei höheren Temperaturen zum Glasverschmelzen eingesetzt werden. Die Steuerung der Anlage ermöglicht die Programmierung komplexer Temperaturprofile. Somit sind bis 4 einzelne Segmente programmierbar. Jedes Segment besteht aus Auflaufzeit (Ramp) und Haltezeit (Soak).

Sonstige Öfen

Für niedrigere Temperaturen steht ein anderer Ofen der Fa. Heraeus vom Typ LUT5050E. Dieser Ofen wird für die einfachen Temperaturprofile bis 250°C eingesetzt. Der Ofen hat eine große Kammer (400x400x400 [mm3]), wo die Proben auf drei Metallregalen gelagert und thermisch behandelt werden.

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